Hand aufs Herz: Machen Sie einen kurzen Test und beantworten Sie folgende Fragen über den Newsletter, den Sie zuletzt verschickt haben:

  • Hat ein professioneller Grafiker oder eine Agentur die Bilder ausgesucht bzw. erstellt?
  • Gab es ein Vier-Augen-Prinzip?
  • Wurde ein A/B Test (z.B. für die Betreffzeile) durchgeführt?
  • Gab es für die Inhalte einen Content-Plan?
  • Hat ein Texter die Texte erstellt?
  • Hat ein Lektor das Mailing kontrolliert?
  • Wurden die Kennzahlen analysiert und Maßnahmen daraus abgeleitet?

Meine starke Vermutung: Sie haben auf mehrere dieser Fragen mit „Nein“ geantwortet.

Und genau das ist ein fundamentales Problem des E-Mail Marketing: Es wird als Medium zu wenig ernst genommen und oft zu wenig professionell umgesetzt. Doch warum ist das so?

 

Zusammenhang zwischen Kosten und Professionalität

Es gibt einen Hauptgrund für Leichtfertigkeit, die bei der Erstellung eines Newsletters oft an den Tag gelegt wird: Weil es kaum etwas kostet. Denn die Versandkosten liegen normalerweise im Cent-Bereich und damit oft den Faktor Hundert unter den Kosten eines postalischen Mailings. Von den Kosten einer Print-Anzeige ganz zu schweigen.

Kaum ein Unternehmen würde aber eine Print-Anzeige ohne Grafiker umsetzen; selbst ein Geschäftsbericht wird zig-mal kontrolliert und jedes postalische Mailing geht vor der Freigabe durch unzählige Hände.

Wieso gibt es solche Prozesse nicht auch für den Newsletter?

 

Der Denkfehler: Nicht die Kosten, sondern die Reichweite zählt!

Ein Geschäftsbericht erreicht oft nur ein paar Hundert Empfänger. Selbst eine Print-Anzeige wird meist nur von ein paar Tausend Lesern wahrgenommen (und dabei normalerweise höchstens überflogen).

Doch mit einem Newsletter erreichen dieselben Unternehmen oft ein Vielfaches an Empfängern – und diese beschäftigen sich oft wesentlich intensiver und länger mit den Inhalten!

Anders formuliert: Mit einem E-Mailing erreicht ein Unternehmen oft wesentlich mehr Empfänger; und es macht in vielen Fällen deutlich mehr Eindruck als die meisten anderen Medien!

 

Ein Plädoyer für Professionalität

Deshalb sollten Unternehmen und E-Mail Marketer das Medium ernst nehmen! Dazu gehören einfache Prozesse, die der Reichweite und der Wirkung des Kanals Rechnung tragen:

  • Ein (simpler) Content-Plan, der dafür sorgt, dass relevante Inhalte in den Newslettern erscheinen
  • Eine Rechtschreibprüfung vor dem Versand oder sogar der Einsatz eines Lektorats
  • Die Erstellung von professionellen Bildern, die zum Inhalt passen
  • Zeit für die Erstellung des Newsletters, einschließlich wichtiger Details wie der Betreffzeile und des Preheader-Texts
  • Ein modernes Newsletter-Design, das die Möglichkeiten des Kanals ausnützt
  • Der Versand über ein professionelles Tool
  • Die Erstellung eines A/B Tests und die laufende Optimierung der Newsletter
  • Zeit für die regelmäßige Analyse der Kennzahlen und die Ableitung von Verbesserungs-Maßnahmen

(und so weiter)

In Summe sind es in der Praxis oft nur wenige Maßnahmen, die aus einem lieblosen Newsletter ein lesenswertes E-Mailing machen. Das Medium hätte sich das verdient – und Ihr Unternehmen doch auch?

 

 

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