Wir leben in einer Zeit, die zunehmend schneller wird.

Und es ist eine Zeit, in der jeder gefühlt weniger Zeit hat, während gleichzeitig immer mehr Inhalte auf uns alle einprasseln.

Dessen ungeachtet machen viele Newsletter-Versender einen zentralen Fehler: Sie wollen (viel) zu viel. Und erreichen deshalb oft genau das Gegenteil.

Deshalb hier ein kleines Plädoyer für eine Reduktion. Denn unsere Erfahrung zeigt: Weniger kann tatsächlich mehr sein!

 

1) Weniger Inhalte

Wer zu viele Botschaften kommunizieren möchte, kommuniziert am Ende oft gar nichts. Deshalb:

  • Überlegen Sie bei jedem Artikel, ob er wirklich einen Mehrwert für den Leser bietet.
  • Verschicken Sie vielleicht etwas öfter, dafür aber mit deutlich kürzeren Newslettern.
  • Reduzieren Sie auch bei Bildern die Elemente, die darauf zu sehen sind. Denn überladene Bilder wirken oft abschreckend.

 

2) Kürzere Texte

Newsletter werden nicht gelesen. Sie werden überflogen. Das hat für Ihre Texte wichtige Konsequenzen:

  • Halten Sie Ihre Sätze und auch die Wörter kurz. Oft kann man die Texte um mindestens 50% kürzen – ohne Informationsverlust.
  • Bereiten Sie Ihre Texte „scan-gerecht“ auf. Wichtig sind vor allem Überschriften, Call-to-actions und die Hauptbotschaften.
  • Newsletter-Artikel sollten Teaser sein (also neugierig machen) und keine ausformulierten Artikel!
  • Heben Sie besonders wichtige Aussagen optisch hervor. Durch Fettschreibung, Farben u.s.w.

 

3) Reduziertes Design

Überarbeiten Sie auch das Design des Newsletters. Denn das Design soll Lust auf das Lesen machen!

  • Mehr Weißraum und größere Abstände sorgen für eine „Luftigkeit“ und „erschlagen“ die Leser nicht.
  • Auch höhere Zeilenabstände erhöhen die Lesbarkeit oft deutlich.
  • Sorgen Sie für optische Klarheit: Durch Trennlinien, Hintergrundfarben, farbliche Boxen u.s.w.

 

4) Weniger Botschaften

Gibt es eine klare Hauptbotschaft für Ihren Newsletter? Was sollen die Leser tun?

  • Definieren Sie für jeden Newsletter eine Und nicht zwölf. Das sorgt für Klarheit.
  • Call-to-Actions sollten optisch hervorgehoben und sofort erkennbar sein.
  • Und sie sollten verständlich beschriftet sein: Ein guter Link sagt, was passiert, wenn man darauf klickt.

 

5) Seltener aber dafür relevanter

Ein häufiger Denkfehler: Wenn einzelne Kampagnen gut funktionieren, erhöht man einfach die Versandfrequenz. Das Gegenteil ist oft das Ergebnis.

  • Koppeln Sie die Frequenz an einen echten Mehrwert, nicht an interne Ziele.
  • Verschicken Sie lieber weniger, dafür relevantere Newsletter. Und zwar für die Leser!
  • Nutzen Sie Segmentierungen statt „alle öfter anschreiben“

 

Fazit: Reduktion ist kein Verzicht, sondern Strategie!

„Weniger ist mehr“ ist im E-Mail Marketing kein Designprinzip, sondern ein Performance-Prinzip. Wer reduziert, schafft Klarheit. Wer Klarheit schafft, erhöht die Wirkung.

In der Reduktion liegt also oft enormes Potenzial. Nicht in mehr Features, mehr Content oder mehr Frequenz – sondern die konsequente Fokussierung auf die tatsächlichen Newsletter-Ziele.

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Über den Autor

Michael Kornfeld ist mit einer über 25-jährigen Laufbahn ein leidenschaftlicher Verfechter von E-Mail-Marketing. Er hält zahlreiche Seminare und Fachvorträge und zählt zu den renommiertesten Experten Österreichs auf diesem Gebiet.

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